Bedeutung von Homophobie

Homophobe Einstellung bedeutet die feindselige Ablehnung bis hin zu absolutem Hass von homosexuellen Personen und Lebensweisen, vor dem Hintergrund eigener irrationaler Angst vor diesen. Bei der Homophobe spielen statistisch gesehen weniger persönliche negative Erfahrung eine Rolle, sondern der oder die Homophobe unterliegt einer maßgeblichen Prägung durch das eigene sozio-kulturelle Umfeld und praktiziert eine aversive Diskriminierung gegenüber Schwulen und Lesben. So wird zum Beispiel das öffentliche Küssen zweier Männer von homophoben Personen auch noch 2017 in unserer modernen und allgemein toleranten Gesellschaft als nicht normal, bedrohlich und aufsehenerregend empfunden.

Diskriminierung von Homosexuellen

In der öffentlichen Wahrnehmung der Homophobie spielt – anders als bei anderen Phobien – zunächst nicht die die Homosexualität ablehnende betroffene Person und deren Ängste eine Rolle, sondern die von ihr ausgehende mangelnde Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen. Insbesondere äussert sich dies in jeder Art von Gay-Diskriminierung bis hin zu Hasskriminalität gegenüber Minderheiten, oft einhergehend mit Transphobie. Homophobie stellt somit auch einen Zustand kollektiver Angst bestimmter gesellschaftlicher Schichten und Gruppierungen, geprägt von religiösem, pädagogischem, kulturellem Hintergrund dar, welche sich in ihrer eingeschränkten Weltanschauung durch Homosexualität gefährdet sehen. Homophobe Gewalttaten gelten als gestörte Verhaltensweisen und zeugen von einem ausgeprägten kämpferischen Agieren homophober Personen gegenüber Homosexuellen. Hierbei besteht psychologisch betrachtet nicht die empfundene Angst vor diesen feindlichen Personen, sondern eine im Unterbewussten der Schwulenhasser verankerte Furcht vor eigenen, nicht aktiv gelebten Persönlichkeitsanteilen.

Homophobie in der Gesellschaft

Schwulenhassende Rapper der Gegenwart produzieren offiziell diskriminierenden homophoben Rap und haben mit diesem Statement bei ihren Zielgruppen damit Erfolge. Weitere Diskriminierung gab es von jeher auch von staatlicher Seite im Bezug auf Gesetzgebung, welche auf die Zeit des Nationalsozialismus zurückgeht. Dem gegenüber haben Schwulen- und Lesbenverbände starkes Interesse an Aufklärung und organisieren in der Öffentlichkeit Kampagnen für das Tolerieren ihrer Lebensweise und die Akzeptanz von Homosexualität. Solange jedoch weltweit – je nach rechtlicher, kultureller, erzieherischer oder religiöser Auffassung – unterschiedliche Einstellungen gegenüber Homosexualität bestehen, wird auch die Homophobie von der Gesellschaft immer unterschiedlich bewertet werden. Problematisch wird Homophobie für den Einzelnen dann, wenn sie sich zerstörerisch in Selbsthass durch die stark homophobe Persönlichkeit gegen die in jedem Menschen vorhandenen gegengeschlechtlichen Anteile richtet oder Hassreaktionen gegenüber anderen Personen verursacht, welche ein homosexuelles Verlangen bei einem selber auslösen.

Wenn sich die Homophobie als Selbsthass und in selbstdestruktivem Verhalten äußert, ist es wichtig, die tieferen Ursachen für diesen Selbsthass und die Selbstablehnung zu finden, die ihre Wurzeln in aller Regel in belastenden Erlebnissen der frühen Kindheit haben. Mit Hilfe der Hypnoanalyse wird es möglich, die zu dem selbstdesdtruktiven Verhalten führenden emotionalen Ursachen aufzudecken und zu lösen. Qualifizierte Hypnosetherapeuten, die bei Phobien eine effektive Heilung ermöglichen, finden Sie auf unserer Therapeutenliste: