Bedeutung von Islamophobie

Islamophobe Einstellung bedeutet Muslimfeindlichkeit bis hin zum Hass auf die muslimische Lebensweise, vor dem Hintergrund eigener unbegründeter Angst. Der Begriff „ Islamophobie“ setzt sich zusammen aus den Worten „islamo“ für die muslimische Religion und „phobia“ für die Angst. Islamfeindlichkeit gilt genau wie Antisemitismus als Rassismus und die Grenzen zum Rechtsextrimismus sind dabei fliessend. Anders als bei Phobien mit Krankheitswert üblich, klagen Betroffene nicht über körperlich auftretende Angstsymptome wie Schwitzen, Zittern oder Panik.

Islamophobie in der Gesellschaft

Islamophobie gilt in der neuzeitlichen Gesellschaft als politischer Kampfbegriff für islamkritische oder antimuslimische Strömungen und somit auch als Begriff für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Ähnlich wie die Homophobie stellt auch die Islamophobie einen Zustand kollektiver Angst bestimmter gesellschaftlicher Schichten und Gruppierungen dar. Diese Angst ist auch geprägt von religiösem, kulturellem oder anerzogenem Hintergrund. Beispielsweise sehen sich die Gruppierungen der Islamkritiker in ihrer eigenen Weltanschauung durch den Islam, die Islamisierung des Abendlandes, islamische Politik und Lebensweise oder den extremen Islamismus bedroht. Gesellschaftliche Verhaltensweisen wie Diskriminierung und Toleranz spielen hierbei eine entscheidende Rolle und finden beiderseitig ihre Vertreter. Öffentliche Kopftuchdebatten und terroristischer Fundamentalismus sind gesellschaftliche Probleme unserer Zeit. Solange nun der Begriffdschungel aus Islamkritik, Islamfeindschaft, Islamophobia, und Phobie vor Muslimen in der Sprache der modernen Gesellschaft besteht, tut man sich in der Psychologie schwer, diese Art der Phobie als tatsächliche psychopathologische Angststörung mit neurotischem Hintergrund einzuordnen.

Lösungsansätze bei Islamophobie

Politilogen wie Armin Pfahl-Traughber forschen und bemühen sich aktuell um eine sachliche und verständliche Definition der Muslimfeindlichkeit vor dem Hintergrund unterschiedlicher Inhalte der Begriffe. Eine Definition der britischen Anti-Rassismus-Stiftung Runnymede Trust erklärte Ende der 90er Jahre

„Islamophobie als Sichtweise oder Weltbild unbegründeter Angst und Ablehnung von Moslems, die sich als Praktiken des Ausschlusses und der Diskriminierung auswirken.“

Solange jedoch weltweit – je nach rechtlicher, kultureller, erzieherischer oder religiöser Auffassung – unterschiedliche Einstellungen gegenüber Islamophobia bestehen, wird diese Kritik am Islam von Politik und Gesellschaft immer unterschiedlich bewertet werden.

Anders als bei anderen Phobien erleben sich von Islamophobe betroffene Menschen in aller Regel nicht als psychisch krank. Sie sind vielmehr davon überzeugt, dass ihre Ängste absolut begründet sind.
 Falls Betroffene jedoch erkennen, dass neben begründeten Sorgen auch übermäßige Ängste bestehen, kann eine Hypnosetherapie helfen, die zu den übersteigerten Ängsten führenden emotionalen Ursachen aufzudecken und zu lösen. Qualifizierte Hypnosetherapeuten, die bei Phobien eine effektive Heilung ermöglichen, finden Sie auf unserer Therapeutenliste:

Wenn Sie selbst etwas dafür tun wollen, auch insgesamt weniger ängstlich zu sein, bekommen Sie im Seminar „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ zwei kraftvolle Methoden an die Hand, die Ihnen helfen, dieses Ziel zu erreichen.