Hypnose bei Unfruchtbarkeit / bei kinderlosen Paaren

Die Ursachen für eine Unfruchtbarkeit der Frau – ein Ausschluss der organischen Ursachen vorausgesetzt – besteht häufig in einem unbewussten inneren Konflikt. In psychologischen Beratungsstellen, die auf dieses Problem spezialisiert sind, beobachtet man häufig, dass im zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung der Frau bzw. beider Partner oftmals eine Schwangerschaft eintritt.

Es scheint, dass auch für die psychisch bedingte Kinderlosigkeit zutrifft, dass es sich hier – wie bei allen anderen Symptomen – um den Ausdruck eines unbewussten Konfliktes oder unverarbeiteten Traumas handelt. Da mit Hilfe der Hypnoanalyse diese Konflikte leicht aufgedeckt und bearbeitet werden können, bietet die Hypnose einen wertvollen Zugang zur Behebung dieses Problems.

Dass Hypnose aber auch generell die Fruchtbarkeit erhöht, wird in nachfolgend wörtlich wiedergegebenem Artikel der “Medical Tribune” deutlich:

“Was mit Akupunktur nicht überzeugend gelungen ist, funktioniert offensichtlich mit Hypnose: Die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf “Entspannung” führt bei Zyklen mit assistierter Reproduktion häufiger zu Schwangerschaften als der übliche “nüchterne” Transfer der Embryonen.

Mit diesem neuen Ansatz zur Steigerung der Schwangerschaftsraten in IVF-Zyklen hat Dr. Eliahu Levitas aus Beer Sheva/Israel beim diesjährigen ESHRE- Kongress aufgewartet: Bei Hypnose während des Embryotransfers resultierten in 98 Zyklen 54 klinische Schwangerschaften – im Vergleich: bei 97 Zyklen ohne diese zusätzliche Behandlung waren es nur 30.

Auch die Ärzte werden ruhiger.
Die Methode wurde gewählt mit dem Gedanken, durch die Entspannung auch unwillkürliche Uterus- Kontraktionen zu unterdrücken. Die “Beruhigung” wirkte sich auch auf die Ärzte aus, die die Transfers in der Hypnosegruppe als “einfacher und leichter” empfanden. Obwohl in der Kontrollgruppe die Dauer des Kinderwunsches mit 7,4 versus 4,7 Jahre deutlich höher lag und auch mehr Fälle primärer Infertilität eingegangen waren, blieb statistisch ein eindeutiger Vorteil (OR 2,07) für die Hypnose bestehen. In der Diskussion wurde der Referent allerdings schwer in die Zange genommen, weil die Studie keine Plazebogruppe enthielt – was jedoch in der Natur der Sache liegt.”

(Medical Tribune, Ausgabe 45/2004, vom 09.11.04, MTD, S. 30)

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