Mit positiven Gedanken Schmerzen beeinflussen

„Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft“, sagte einst die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Die seelische Verfassung eines Menschen wirkt sich auch immer auf seinen Gesundheitszustand aus. Für Patienten, die an Schmerzen leiden, bedeutet das: Positive Gedanken und der Glaube an die eigene Kraft können das Schmerzempfinden beeinflussen und Lebensfreude wiederherstellen. Mit den folgenden Tipps steht der Schmerz nicht mehr im Mittelpunkt des Alltags:

Der richtige Umgang mit Schmerz

Lernen Sie, mit Ihrem Schmerz umzugehen, damit dieser nicht Ihr Leben bestimmt. Kämpfen Sie nicht ständig gegen den Schmerz, sondern richten  Sie Ihre Energien auf Aktivitäten, die Ihnen gut tun.

Wenden Sie sich so gut Sie können auch weiterhin den schönen Dingen des Lebens zu und versuchen Sie, Stress zu vermeiden. Sammeln Sie Ihre Glücksmomente und notieren Sie positive Erlebnisse in einem Tagebuch. Die Sonne genießen, einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur machen oder mit den Kindern spielen – das ändert Ihre Wahrnehmung, schafft Ablenkung und führt zu mehr Gelassenheit. So rückt der Schmerz  weiter in den Hintergrund.

Gestalten Sie Ihre Freizeit mit Gleichgesinnten z.B. auch in einer Selbsthilfegruppe. Gemeinsame Aktivitäten und Gespräche helfen, die eigenen Schmerzen besser zu akzeptieren, zu verarbeiten und Lebensfreude zurückzugewinnen.


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Sorgen Sie für Entspannung, z.B. mit autogenem Training, einem Bad, einem Buch oder Ihrer Lieblingsmusik. Das wirkt sich positiv auf die Schmerzen aus und vertreibt negative Gedanken.

Nutzen Sie psychologische Unterstützung im Rahmen Ihrer Schmerztherapie. Psychotherapeuten arbeiten oft mit Schmerztherapeuten zusammen und helfen Patienten, sich von Ängsten und Sorgen zu lösen, Selbstvertrauen zu gewinnen und wieder positiv zu denken.

Bandscheibenvorfall

Schmerzen durch Bewegungsmangel und schlechte Ernährung

Eine Bekannte, Anfang 50, litt seit einigen Wochen unter Schmerzen, die so stark waren, dass sie nicht mehr arbeiten gehen konnte und auch im Alltag so sehr eingeschränkt war, dass sie nicht einmal mehr in der Lage war, sich selber zu waschen. Die Ärzte stellten eine stark verminderte Beweglichkeit der Wirbelsäule fest.
Ihre erwachsene Tochter erzählte mir, dass es ihr infolge der Physiotherapie, in der sie „ganz schön gequält wird“ deutlich besser geht und sie jetzt auch nicht mehr wie zuvor drei Mal täglich Mittel gegen die Schmerzen einnehmen muss. „Ich hoffe, dass sie nun begriffen hat, dass sie etwas tun muss“, so die Tochter. Sie sagte, dass ihre Mutter schon oft beschlossen hatte, sich mehr zu bewegen und besser zu ernähren. Es sei ihr dann auch immer deutlich besser gegangen. Sobald sie in ihre „schlechte Ernährung“ und in ihren bewegungsarmen Lebensrhythmus zurückfiel, ging es mit ihrer Gesundheit und dem Wohlbefinden wieder spürbar bergab. Die Tochter berichtete von einer Schonhaltung ihrer Mutter, auf Grund derer diese nicht einmal mehr ihr Enkelkind in den Arm nehme. „Mein Papa dagegen ist richtig sportlich und bewegt sich viel. Er muss es, denn er hat einen Bandscheibenvorfall!“ Wenige Wochen später erzählte mir die besagte Bekannte: „Jetzt mache ich jeden Tag meine Übungen. So etwas will ich NIE WIEDER erleben.“

Schmerzen als Motivation etwas zu ändern

Wie aus diesem Beispiel deutlich wird, musste erst etwas Schlimmes passieren, damit der Vater seinen inaktiven Lebensstil änderte. Es ist häufig so, dass unsere Gewohnheiten so stark sind, dass wir sie nicht einfach ändern können.

Die wichtigsten Veränderungen, die sehr viele Menschen in ihrem Leben vornehmen wollen und doch nicht durchhalten sind Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und bei Rauchern natürlich das Aufhören. Offensichtlich erfordert es aber einen hohen Leidensdruck, um das zu tun. Erst der Leidensdruck erzeugt die Bereitschaft zur Veränderung.

Beantworten Sie bitte für sich einmal die nachfolgenden Fragen offen und ehrlich!

– Was in Ihrem Leben sollten Sie „eigentlich“ ändern? Sollten Sie sich gesünder ernähren, mehr bewegen, aufhören zu rauchen oder die „Aufschieberitis“ überwinden?
– Wie groß müssen Ihre Schmerzen sein, damit Sie beginnen, diese Gewohnheiten zu verändern?

Es gibt immer einen schweren und einen leichten Weg

Der schwere Weg besteht offensichtlich in dem Versuch der willentlichen Änderung von Gewohnheiten. Dieser Weg kostet sehr viel Disziplin und Kraft und funktioniert doch nicht, wie die vielen uneingehaltenen Neujahrsvorsätze zeigen. Der schwere Weg ist verbunden mit dem großen Leid, das eintreten muss bevor jemand beginnt, wirkliche Veränderungen in seinem Leben zuzulassen.

Es gibt aber auch einen leichten und einfachen Weg. Leicht nicht in dem Sinne, dass keine Aktivität vonnöten wäre. Leicht in dem Sinne, dass es ohne Zwang und Qual geht und dass die Veränderungen von innen heraus erfolgen.

Selbsthypnose und Klopfen zur Gewohnheitsänderung

Gewohnheiten sind im Unterbewusstsein als feste Programme gespeichert. Mit Hilfe der Selbsthypnose und auch der Klopftechnik kann man diese Programme leicht ändern und die gewünschtem Gewohnheiten mühelos installieren. So werden Abnehmen, Ernährungsumstellung, Rauchentwöhnung und das Etablieren von Erfolgsgewohnheiten ungleich leichter.

Beide Methoden können Sie mit Hilfe des Buches „Nie wieder Angst“ erlernen. Sie werden Ihnen nicht nur helfen Ängste zu überwinden, Sie können schon nach kurzer Zeit die Selbsthypnose und auch die Klopftechnik effektiv anwenden, um Ihr Wohlbefinden zu stärken, erfolgreicher zu werden und Ihren inneren Autopiloten auf Erfolg zu programmieren. Im Seminar „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ können Sie beide Methoden an einem einzigen Tag erlernen.

Tipps für Schmerzpatienten auf Reisen

Wichtiges für die Reise und ihre Vorbereitung:

1. Transportieren Sie bei Flugreisen Ihre Schmerzmedikamente im Handgepäck. Druck- und Temperaturschwankungen im Gepäckraum könnten die Wirksamkeit Ihrer Schmerzmedikamente mindern. Im Handgepäck ist auch die radioaktive Belastung beim Durchleuchten geringer. Diese Empfehlung ist Ihnen wahrscheinlich noch vom Transport der guten alten belichteten Foto-Filme bekannt. Aufgegebene Koffer können zudem abhanden kommen oder verspätet eintreffen. Weiterlesen

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Drei einfache Maßnahmen, die chronische Schmerzen lindern können

Während sich mittels Hypnose Schmerzen sehr leicht vermindern oder ganz abschalten lassen, erfordert die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen ein sehr viel komplexeres Vorgehen und viel Sachkompetenz. Die nachfolgenden drei Maßnahmen können zwar keine Schmerztherapie ersetzen, haben sich im Rahmen von Behandlung und Selbsthilfe jedoch bei chronischen Schmerzen als sehr hilfreich erwiesen. Weiterlesen

Universitätsstudie: Selbsthypnose reduziert Schmerzen und Arzneimittelverbrauch

In einem der letzten Blogposts wurde gezeigt, dass es körpereigene Schmerzmittel gibt, die effektiver sind als Morphium. Auch habe ich auf die Notwendigkeit, nach mehr Studien hingewiesen, die körpereigene Möglichkeiten zur Reduzierung von Schmerzen untersuchen, anstatt ausschließlich auf Medikamente zu orientieren. Es gibt zwar nur wenige Studien, aber es gibt sie.
Heute stelle ich Ihnen eine Doppel-Studie der Universität Göttingen vor zum Thema Selbsthypnose bei chronischen Schmerzen (*1). Diese Studie ergibt ganz klare Aussagen: Selbsthypnose reduziert Schmerzen und Arzneimittelverbrauch.
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