Geschichte der Hypnose

Die Hypnose blickt inzwischen auf eine fast 4000-jährige Geschichte zurück. (Bereits in frühesten Kulturen war Trance selbstverständlicher Bestandteil von Heil-Ritualen.) Der Begriff „Hypnose“ steht für veränderte Bewusstseins- bzw. Trance-Zustände, wie sie schon seit Jahrtausenden in Meditationstechniken und im Yoga, oder von den legendären Ninja-Kriegern in Japan praktiziert wurden. Derartige Zustände wurden auch von Platon im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Zusammenhang mit Prophezeiungen und Heilung erwähnt. Ein Anthropologe berichtete über das Bestehen solcher Bewusstseinszustände in schamanistischen Praktiken auf der ganzen Welt. (Ein Schamane ist der Medizinmann eines Stammes.)

©Thomas Klauer/ PIXELIO‘

Es wird deutlich, dass Hypnose schon seit alters her auch zu Heilzwecken eingesetzt wird. Sie ist die älteste, natürlichste und mit am besten belegte ganzheitliche Heilweise überhaupt. Seit ca. 2000 Jahren vor Christi Geburt ist sie als Heilmethode urkundlich belegt.

Die erste schriftliche Darstellung einer Hypnoseinduktion stammt aus dem alten Ägypten und  lässt sich auf die Zeit ca. 500 v. Chr. zurückdatieren. Im 2. Jh. n. Chr.  erfolgte die wissenschaftliche Begründung des Tempelschlafes nach dem römischen Arzt Galen.

Im 17. Jahrhundert wird die Hypnose vom wiener Arzt Franz Anton Messner wiederentdeckt. Er nannte sie “magnetisches Heilen” oder “tierischer  Animalismus”. Diese Hypnosetechnik wurde bald unter dem Namen:  “Mesmerismus” bekannt.

Der Begriff „Hypnose“ wurde erstmals 1843 von James Braid verwendet.

Im 19. Jahrhundert, vor der Einführung von Lachgas für die Narkose, war die Hypnose eine der wenigen Möglichkeiten zur Schmerzbetäubung. Bis 1900 galt sie als die einzige Form der Psychotherapie – bis Sigmund Freud die Psychoanalyse entwickelte.

Durch die gegenwärtig zu beobachtende Hinwendung zu natürlichen Heilmethoden wächst auch das Interesse für die Hypnotherapie. Heute ist die Hypnosetherapie eine eigenständige, psychotherapeutische Methode, mit der sich alle Arten und Schweregrade von psychischen Störungen behandeln lassen – soweit diese generell durch psychotherapeutische Maßnahmen beeinflussbar sind.