14. Erfolgs-Power-Tipp: Klüger, kreativer und leistungsfähiger – erstaunlich einfach, erstaunlich wirkungsvoll

Früher ist man davon ausgegangen, dass das Gehirn Jahr für Jahr auf Raten stirbt, indem mit jedem Tag weitere Gehirnzellen zugrunde gehen. Heute weiß man, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist, beim Lernen ein Leben lang neue Nervenzellen zu produzieren. Aber nicht nur das, es gibt auch einen von der Natur „eingebauten Turbo“ für das Entstehen neuer Nervenzellen im Gehirn.

In diesem Artikel erfahren Sie nicht nur, wie sich Ihr Gehirn durch Neubildung von Nervenzellen verjüngt. Sie lernen auch eine Möglichkeit kennen, leichtes Lernen, Steigerung von Kreativität, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Wohlgefühl miteinander zu verbinden. Sie erfahren, welche eine wichtige Bedingung erfüllt sein muss, damit all das funktioniert. Diese Bedingung wird Ihnen SEHR gefallen.

Körperliche Aktivität fördert die Bildung von Nervenzellen

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass bei körperlicher Aktivität, beispielsweise beim Joggen, besonders viele neue Nervenzellen gebildet werden. Beim Sport wird sozusagen die Hardware gebildet, die beim Lernen mit Informationen bestückt wird.

Während meiner Abiturzeit bin ich jeden Abend gejoggt und habe festgestellt, dass das beim Laufen Gelernte dauerhaft im Gedächtnis gespeichert blieb, vorausgesetzt, ich habe es am nächsten Tag noch einmal wiederholt. Latein habe ich gelernt, indem ich beim Joggen ununterbrochen in Gedanken aufgesagt habe „Ego, mei, mihi, me“ und am nächsten Tag „tu, tui, tibi, te“ usw.

Dass ich das Abitur mit außergewöhnlich gutem Durchschnitt abgeschlossen habe, führte ich bislang auf zwei Umstände zurück, die ich mir durch mein psychologisches Wissen erklären konnte:

A) Anwendung einer einfachen systematischen Lernmethode, die es erlaubte, mit wenigen Wiederholungen in größer werdenden Zeitabständen den gelernten Stoff in das Langzeitgedächtnis zu überführen.

B) Überlernen: Wiederholung der Informationen, obwohl sie schon „sitzen“ (in meinem Fall beim Joggen).

Allerdings schien mir schon damals die körperliche Aktivität ein wichtiger Faktor zu sein, ohne dass ich dies durch Forschungsergebnisse hätte untermauern können. Denn es lag für mich auf der Hand, dass die Urmenschen besonders bei Aktivität schnell lernen mussten, beispielsweise auf der Jagd und auf der Flucht. Folglich musste es so sein, dass körperliche Aktivität besonders bedeutsam für die Lernleistung des Menschen ist.

Heute bin ich überzeugt, dass die guten Abiturnoten nicht zuletzt auf das tägliche Joggen und die dadurch zusätzlich bereitgestellten Neuronen im Gehirn zurückzuführen sind.

Es gibt Schulen in den USA, die dieses Prinzip nutzen und ihre Schüler jeden Morgen eine halbe Stunde Sport treiben lassen, BEVOR der Unterricht beginnt. Die hohen Leistungen dieser Schüler sprechen eine deutliche Sprache.

Ausdauersport steigert die Kreativität

Es gibt aber noch eine andere phantastische „Nebenwirkung“ die insbesondere mit Ausdauersportarten einhergehen, nämlich die sofortige Steigerung der Kreativität. Nachdem ich einige Jahren lang unregelmäßig gelaufen war, bin ich in einem Urlaub jeden zweiten Tag vor dem Frühstück ca. eine Stunde am Strand gejoggt. Zusätzlich zur frischen Luft, dem wunderbaren Anblick von Strand und Meer und dem Genießen des Sonnenaufgangs gab es noch ein Sahnehäubchen ganz anderer Art. Mir fiel auf, dass mir Inhalte für mein Buch förmlich „zuflogen“. Es war, wie wenn ich einen Anruf bekam und den Text für ein Kapitel oder einen Abschnitt nur noch diktieren musste. Genau das habe ich dann auch getan. Komplexe Sachverhalte wurden mir leicht verständlich „durchgesagt“ und einige Kapitel des Buches haben sich förmlich selbst geschrieben.

Beim Joggen am Strand habe ich mich nicht nur sehr wohl gefühlt und etwas für meine Gesundheit getan. Ganz nebenbei war ich produktiver, als wenn ich vor dem Computer gesessen hätte und habe Inhalte für Buchkapitel „gepflückt“ oder auch Lösungen für anstehende Probleme. In diesem Urlaub habe ich den Entschluss gefasst, das zu tun, was ich zuvor aus zeitlichen Gründen für nicht für möglich gehalten habe, nämlich während der Arbeitszeit Laufen zu gehen. Das macht nicht nur Spaß, man schlägt obendrein mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Meine Erklärung als Psychologe und Hypnosetherapeut lautet natürlich, dass die beim Joggen auftretende spontane Trance die Ressourcen des Unterbewusstseins mobilisiert, wodurch selbst komplexe Anforderungen einfach und mit Leichtigkeit bewältigt werden können. Heute weiß ich, dass das Gehirn darüber hinaus besonders aktiv ist und zusätzliche Hardware in Form von neuen Nervenzellen für Lernen und Kreativität zur Verfügung stellt.

Jeder Mensch hat also die Möglichkeit, mit Spaß und Freude etwas für Gesundheit, Kreativität und beruflichen Erfolg zu tun, auch wenn er „eigentlich“ keine Zeit hat. Wer nicht gerne läuft, kann auch Rad fahren, wandern, auf den Heimtrainer gehen oder einen Spaziergang machen, ohne Arbeitszeit oder Produktivität zu verlieren.

Es gibt jedoch eine wichtige Bedingung, die Sie beachten müssen. Bei Ratten hat man festgestellt, dass auch sie mehr Nervenzellen entwickeln, wenn man ihnen ein Laufrad in ihren Käfig stellte. Bei Ratten, die mit Elektroschocks zur Aktivität gezwungen wurden, war dies jedoch nicht der Fall.

Haben auch Sie sich immer wieder vorgenommen, sich mehr zu bewegen und etwas für Ihre Gesundheit und für Ihre Figur zu tun? Sind auch Sie immer wieder an der mangelnden Zeit gescheitert oder daran, dass Sie keine Lust hatten, sich zu quälen? Hier ein paar gute Nachrichten für Sie:

  • Die erste ist, dass Sie keine produktive Zeit verlieren.
  • Die zweite gute Nachricht ist, Sie müssen und sollten sich auch nicht quälen. Die Devise lautet: locker, leicht und lächelnd. Dann fühlen Sie sich wohl und sind kreativ. Folgen Sie dem Slogan „Laufen ohne schnaufen“! Sie bewegen sich dann automatisch im aeroben Bereich, in dem ein Sauerstoffüberschuss besteht. Das ist die Trainingsintensität, in der Sie als Freizeitsportler am effektivsten trainieren, die am besten für Ihre Gesundheit ist, in der Ihr Gehirn optimal mit Sauerstoff versorgt und die Neubildung von Nervenzellen im Gehirn angeregt wird. Das erleichtert auch das Lernen.
  • Die dritte gute Nachricht ist, dass Sie als Hobby-Ausdauersportler (2 – 3 Mal wöchentlich 30 Minuten) nicht nur gesünder und weniger infektanfällig sind. Sie leben auch statistisch gesehen 6 Jahre länger und können auch im hohen Alter Ihre Marmelade noch selbst aus dem Keller holen.

Haben Sie Lust bekommen, Ihre Turnschuhe aus dem Schrank zu holen oder Ihr Fahrrad oder den Heimtrainer zu entstauben? Prima, dann finden Sie am besten zwei Termine, zu denen Sie Ihr Ausdauertraining fest in Ihren Alltag integrieren!

  • Gaby sagt:

    Sehr geehrter Herr Preetz, ich verfolge seit einigen Wochen all ihre Videos und habe mir auch gestern das Buch als EBook gekauft. Ich hätte gerne diese Woche in Berlin an ihrem Hypnoseseminar teilgenommen. Leider musste ich arbeiten. Ich habe ja die Anmeldung schon ausgefüllt und per E-Mail zurueck geschickt.
    Ich übe und arbeite jeden Tag an meiner Emetophobie, die mich schon bestimmt 20 Jahre begleitet und mich in den letzten Jahren körperlich und geistig sehr fordert. Gerne hätte ich eine Tiefenhypnose mit Suggestion von Ihnen oder mit Ihnen in Angriff genommen. Ich bin nie ein Mensch, der aufgibt und das mache ich jetzt auch nicht, denn Sie haben eine Motivation, die mich motiviert. Es ist manchmal fast so, wenn ich ihre Videos sehe, dass ich das Gefühl habe, dass Sie Motivation für etliche Menschen versprühen. Ich habe auch schon einige Therapien hinter mich gebracht, aber die Hypnose ist etwas, dass mich fasziniert, weil ich mit und an mir auf eine ruhigere, gelassenere und friedlichere Art arbeiten kann.Natürlich bin ich auch oft ein skeptischer Mensch mir selbst gegenüber. Genau das ist es, was mich an der Hypnose so fesselt. Ich kann MIR selbst helfen. Daher hoffe ich sehr bis zu ihrem naechsten Seminar in Berlin mich gut genug selbst zu hypnotisieren.
    Und mein Wunsch wäre es, damit als Krankenschwester vielleicht Menschen mit Schmerzen besser helfen zu können.
    Ich danke Ihnen sehr!

    • Liebe Gaby,
      Hypnose und Selbsthypnose sind kraftvolle Methoden, um anderen und sich zu helfen. Bei Emetophobie ist höchstwahrscheinlich jedoch eine Aufarbeitung der Ursachen notwendig. Wie das geht, werden Sie in der Ausbildung lernen.
      Hypnose ist auch phantastisch für die Linderung von Schmerzen geeignet. Auch als Krankenschwester können Sie viel tun, um Menschen zu helfen, Schmerzen zu lindern oder schmerzhafte Eingriffe zu erleichtern. Schauen Sie bitte mal in unsere Youtube-Playliste zur zahnärztlichen Hypnose: http://www.youtube.com/playlist?list=PL1QQNeYlBxRtnp30nH_2a3NkTQntjD-6a. Hier finden Sie sehr interessante Demonstrationen nicht nur zum Thema Schmerz, sondern auch zur Überwindung von Zahnarztphobien/Spritzenphobien, Würgereiztherapie, Blutungen stillen etc.
      Herzlichen Gruß, Dr. Preetz

  • Winfried Löckener sagt:

    Dem kann ich als Ausdauersportler (Rennrad,Mountainbike) nur zustimmen. Ich habe schon manch gute Idee umsetzen können, die mir beim Sport eingefallen ist. Vom Abbau von Stress und Unzufriedenheit mal ganz zu schweigen.

    Gruß
    Winfried

  • Guido Fricke sagt:

    Lieber Norbert,

    wie RECHT Du doch hast lieber Norbert.
    Ich kann dies auch aus eigenen Erfahrungen untermauern und bestätigen.
    GO or RUN for it !!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Herzliche Grüße aus Dresden von Guido Fricke

    • Dr. Norbert Preetz sagt:

      Hallo Guido,
      schön von dir zu hören.
      Ich hoffe, du bist weiter auf deinem Erfolgsweg und es gelingt dir immer besser, neben deiner Tüchtigkeit auch zu genießen.
      Liebe Grüße
      Norbert