Angst entsteht im Kopf

Stellen Sie sich vor, vor Ihnen liegt ein fünf Meter langes und dreißig Zentimeter breites stabiles Brett auf dem Boden. Es ist breit genug, dass es selbst mit geschlossenen Augen den meisten Menschen mühelos gelingt, hinüberzulaufen. Stellen Sie sich nun vor, dass das Brett eine tiefe Schlucht überbrückt. Jetzt wird es für die meisten Menschen völlig unmöglich sein, über dieses Brett zu laufen, weil sie sind vor Angst unfähig sind, auch nur einen Schritt auf das Brett zu gehen. Wie ist das möglich, es handelt sich doch um dasselbe Brett, in derselben Länge, Breite und Dicke?

Die Antwort lautet: Das Horrorszenario in Ihrem Kopf lähmt Sie vor Angst. Allein der Gedanke oder die Vorstellung, es könnte etwas Schlimmes passieren, lässt den Körper reagieren, als ob er sich in einer wirklich gefährlichen Situation befindet. Die bewusste oder unbewusste Vorstellung einer Bedrohung bewirkt den selben Adrenalinstoß wie eine real gefährliche Situation. Die Folgen sind vor allem Angst, Anspannung der Muskeln, Herzrasen, steigender Blutdruck, Schweißausbüche, Atemnot.

Phobische Menschen werden häufig von einem inneren Horrorfilm beherrscht, der sich verselbständigt hat. Er läuft oft unbewusst ab und löst automatisch eine emotionale und körperliche Angstreaktion aus. Wenn es Ihnen gelingt, Ihr Kopfkino zu verändern, löschen Sie die konditionierte Angstreaktion bzw. die Verknüpfung von Auslösesituation und Angst. Hier genau setzt die Kinotechnik zur Phobiebehandlung an. Mit ihrer Hilfe verändern Sie den Angstfilm im Kopf und löschen die emotionalen und körperlichen Angstreaktionen.