Psychologische Tipps für Ihren finanziellen Erfolg – Teil II

In einem der letzten Blogposts haben Sie gelesen, warum die Geisteshaltung eines Menschen einer der entscheidenden Faktoren für den finanziellen und wirtschaftlichen Erfolg ist und was Sie darüber hinaus konkret tun können, um finanziell erfolgreicher zu sein. Wenn es auch oft bestritten wird, die Psychologie ist selbst für den Erfolg an der Börse ein entscheidender Faktor.

Auch für den finanziellen Erfolg im Alltag spielen psychologische Aspekte eine wichtige Rolle. Den finanziellen Erfolg zu steigern, ist EIGENTLICH einfach. Sie sparen konsequent eine bestimmte Summe und sehen Ihre finanziellen Rücklagen wachsen. Je nach Höhe der Spareinlage und Art der Anlage wird das dann schneller oder langsamer geschehen. Dieses Vorgehen sollte in einem gewissen Rahmen für jeden Menschen realisierbar sein. Besonders leicht sollte es jedoch bei steigendem Einkommen sein.

Verhältnisse erkennen
Die Erfahrungen der Lebenspraxis zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild. Denn es ist eine bekannte Tatsache, dass mit steigendem Einkommen auch die Ausgaben steigen. Egal wie viel man verdient. Selbst nach einer großen Lohn- oder Gehaltserhöhung ist bei den meisten Menschen am Monatsende das Geld alle oder am Ende des Geldes noch ein Rest des Monats übrig. Und es gibt tausend „plausible“ Gründe, warum es gar nicht anders möglich sei.

An dieser Stelle sei noch ein banaler Sachverhalt erwähnt, der jedoch in der Praxis weitestgehend ignoriert wird. Er lautet: Man wird nicht vom VERDIENTEN Geld wohlhabend, sondern nur von dem GESPARTEN. Mit anderen Worten: Der finanzielle Erfolg hängt nicht von der Höhe des Einkommens ab, sondern von der Höhe des regelmäßig gesparten Betrages.

Warum ignorieren wir so häufig diese einfache Erkenntnis? Liegt es daran, dass das Sparen objektiv schwer ist? Oder tun wir uns nur schwer damit?
Aus der Erfahrung heraus wissen wir es alle: Wenn es aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder anderen Gründen zu einer Einschränkung des Verdienstes kommt, ist diese zwar schmerzlich, dennoch können wir unter diesen Umständen unser Ausgabenverhalten ändern und rationeller haushalten. Auf einmal kommen wir auch mit weniger Geld aus. Die logische Schlussfolgerung lautet (und das ist übrigens auch die Empfehlung vieler Bücher zum Thema „finanzieller Erfolg“): Sparen Sie konsequent fünf bis zehn Prozent Ihres monatlichen Einkommens.
Bereits in der Schule lernen wir im Mathematik unterricht die bei der Zinseszinsrechnung, dass 50 oder 100  EUR über einen langen Zeitraum monatlich gespart zu einem Vermögen werden.

Ausflüchte verboten
Nun werden viele Menschen sagen: „Bei meinem geringen Verdienst (bei meinen hohen Ausgaben, den heutigen Preisen, der wirtschaftlichen Situation etc.) ist es mir objektiv nicht möglich, regelmäßig etwas zu sparen“.

Nun will ich hier auch nicht dem Verzicht das Wort reden. Das ist auf dem Weg zu größerem finanziellen Erfolg auch nicht unbedingt erforderlich. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen und Familien unabhängig von der Höhe des derzeitigen Einkommens mit 90 Prozent Ihres Monats- oder Jahresbudgets genauso gut auskommen wie mit 100 Prozent. OHNE spürbare Einschränkungen. Einfach nur durch klügere Entscheidungen und klügeres Ausgabeverhalten.

Hier also noch einmal der Tipp: Sparen Sie fünf bis zehn Prozent Ihres Verdienstes und legen Sie das Geld gewinnbringend an. Tun Sie das jeden Monat und rühren Sie dieses Geld nicht an. Es ist einfach nicht vorhanden. Lassen Sie Ihr Geld und den Zinseszinseffekt für sich arbeiten.

„Ähhh … wie? Was haben Sie da gerade geschrieben? Man kann mit 90 Prozent des Einkommens genau so gut auskommen, wie mit 100 Prozent? Das funktioniert bei mir aber nicht!“

Fühlen Sie sich angesprochen? Im nächsten Blogpost zum Thema „finanzieller Erfolg“ erfahren Sie einen kleinen aber wirksamen psychologischen Trick, der es Ihnen sehr viel leichter macht, die empfohlenen fünf bis zehn Prozent Ihres Einkommens zu sparen und somit den Weg zu konsequentem finanziellen Erfolg zu betreten.