Wichtige Information!

Aufgrund sehr vieler Anmeldungen und langer Wartezeiten kann ich gegenwärtig keine Behandlungstermine vergeben.
Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, Ihnen dennoch weiter zu helfen:

  1. Über die Teilnahme am Eintages-Seminar „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ ist es für viele Menschen möglich, nicht nur psychische, sondern auch körperliche und psychosomatische Probleme zu lindern oder ganz zu überwinden. Bitte informieren Sie sich hier: https://www.preetz-hypnose.de/seminar-aktivierung-der-selbstheilungskraefte/
  2. Alternativ finden Sie unter dem folgenden Link eine Therapeutenliste mit Hypnosetherapeuten, die persönlich von mir ausgebildet wurden und die die von mir gelehrte Methode anwenden: https://www.preetz-hypnose.de/hypnosetherapeuten/

Vorbereitung Hypnosesitzung

Bitte lesen Sie sich folgende Informationen durch und schauen Sie sich die Videoserie zur Vorbereitung der Hypnosesitzung an.

Danach laden Sie sich die Dokumente zur Anmeldung hier herunter:


Videoserie zur Vorbereitung Ihrer Hypnosesitzung.


Bitte arbeiten Sie die nachfolgenden Kapitel gründlich durch. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Sitzung!

Hypnose bedeutet NICHT, dass Sie zu einem Therapeuten gehen und dieser Sie schon „zurechtrücken“ wird.

Hypnose ist Teamarbeit und erfordert, dass sich beide Seiten auf die Sitzung vorbereiten und dass beide zum Gelingen beitragen.

Die Kenntnis der nachfolgenden Inhalte ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Sie falsche Vorstellungen über die Hypnose und damit auch die daraus resultierenden Ängste vor der Hypnose ablegen, die einen Therapieerfolg behindern können.

Nehmen Sie sich also genügend Zeit für diese Vorbereitung. Falls am Ende noch irgend etwas unklar geblieben sein sollte, sprechen Sie dies zu Beginn der Sitzung an.

Ich werde auch danach fragen, so dass zum Beginn der Hypnose alle falschen Vorstellungen ausgeräumt wurden und dass Sie wissen, wie Sie zum Gelingen der Hypnosetherapie beitragen können. Dann werden Sie erstaunt sein, wie leicht es sein kann, in die Hypnose zu gehen und alle Veränderungen geschehen zu lassen.

Die beiden größten Saboteure der Hypnose

Es gibt zwei Dinge, die mehr als alles andere den Erfolg einer Hypnose und auch einer Selbsthypnose beeinträchtigen oder sogar ganz verhindern können. Das erste ist ein starkes Kontrollbedürfnis, also die mangelnde Fähigkeit zu vertrauen, loszulassen und sich einzulassen. Der zweite wichtige Saboteur der Hypnose ist die rationale und kritische Reflexion während der Hypnose.

1. Überstarkes Kontrollbedürfnis

Ein starkes Kontrollbedürfnis kann aus der Angst resultieren, die mit den falschen Vorstellungen verbunden ist, die über die Hypnose herrschen. Diese Ängste und Vorstellungen können durch Aufklärung in aller Regel überwunden werden.

Die wichtigsten falschen Vorstellungen und die daraus resultierenden Ängste bezüglich der Hypnose sind HIER beschrieben.

Ein starkes Kontrollbedürfnis kann aber auch aus der mangelnden Fähigkeit resultieren, loszulassen, dem Hypnotiseure zu vertrauen. Menschen mit einem starken Kontrollbedürfnis versuchen, alles in ihrem Leben „im Griff“ zu haben. Umstände und Situationen, in denen sie nicht alles selbst kontrollieren und steuern können oder sollten, wie beispielsweise die Hypnose, erleben sie als bedrohlich und wehren sich innerlich dagegen. Die mangelnde Fähigkeit anderen Menschen – und damit auch dem Therapeuten – zu vertrauen, basiert auf der Angst, was alles passieren könnte, wenn der andere das Vertrauen missbraucht. Hier spielen entsprechende prägende Erfahrungen aus der Kindheit eine wichtige Rolle.

Anders als immer wieder angenommen wird, hat Hypnose nichts mit Überrumpelung oder Kontrolle zu tun. Der Erfolg einer Hypnose hängt vielmehr von der Kooperation des Hypnotisierten ab. Das beinhaltet, dass der Hypnotisierte dem Hypnotiseur vertraut und sich von ihm führen lässt. Menschen mit einem sehr starken Kontrollbedürfnis können jedoch oft nicht wirklich vertrauen, loslassen und sich führen lassen, obwohl sie es vom Bewusstsein her im Rahmen einer Hypnosesitzung wollen. Diese Menschen erleben den Zustand der Hypnose und das damit verbundene Loslassen als bedrohlichen Kontrollverlust. Folglich wehren sie sich innerlich und verhindern somit, in die Hypnose zu gehen bzw. in einen tieferen Hypnosezustand zu gelangen.

2. Überkritischer rationaler Verstand

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen ihren logischen und kritischen Verstand über Gebühr strapazieren und sich damit in Situationen selbst behindern, in denen Intuition oder auch Geschehenlassen die erfolgreichere Strategie darstellen. Dies ist beispielsweise bei Menschen der Fall, die durch eine wissenschaftliche Ausbildung geprägt sind, alles zu hinterfragen und ständig nach objektiven oder wissenschaftlichen „Beweisen“ zu suchen. Gemeint sind aber auch die ständigen Grübler, deren Geist nie zur Ruhe kommt und die somit durch eine starke Bewusstseinsaktivität das für die Hypnose so wichtige Entfalten der unterbewussten Aktivität behindern.

Der Zustand der Hypnose kommt dadurch zustande, dass der bewusste Verstand zur Ruhe kommt und sich das Unterbewusstsein mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entfalten kann. Es ist wie mit dem Einschlafen. Wenn man loslässt und darauf vertraut, dass das Richtige geschehen wird, schläft man auch leicht und schnell ein. Der Wille, jetzt nun unbedingt einschlafen zu müssen und die Kontrolle, ob man jetzt dem Schlaf schon näher gekommen ist, verstärkt die Bewusstseinsaktivität und ist somit die „beste“ Methode, das Einschlafen zu verhindern. Die rationale Kontrolle, ob man jetzt wirklich in Hypnose ist, ist das Anzünden eines Streichholzes um zu sehen, ob es dunkel ist.

Der kritische Verstand ist beispielsweise dann zu aktiv, wenn ein Hypnotisierter überlegt, ob er denn nun wirklich hypnotisiert ist und den Ist-Zustand mit seinen Erwartungen vergleicht. Hier kommen wir auf ein weit verbreitetes Vorurteil bezüglich der Hypnose und auch der Selbsthypnose zu sprechen, bei dem davon ausgegangen wird, dass sich Hypnose oder auch Selbsthypnose wie ein ganz besonderer Zustand anfühlen muss. So, wie sich ja wohl ein Hypnotisierter während einer Showhypnose fühlen muss. Denn der ist ja „offensichtlich ganz weg“ und „bekommt nichts mehr mit“. Dieses Vorurteil ist extrem hartnäckig und hat nachteilige Folgen für Hypnose und Selbsthypnose.

Hypnotisierte wundern sich in der ersten Sitzung häufig, dass sie sich „ganz normal“ fühlen. Sie vergleichen den Ist-Zustand mit ihren Erwartungen und verstärken damit ihre Bewusstseinsaktivität. Dies lässt die hypnotische Trance verflachen.

In meinem letzten Seminar „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ hat eine Seminarteilnehmerin ihre Selbsterfahrung mitgeteilt, die sehr dazu beitragen kann, die eben beschriebene irrige Vorstellung zu korrigieren, die trotz aller Informationen und Aufklärungen in den Köpfen der Menschen fest sitzt. Kurz der Hintergrund: in meinen Seminaren führe ich Demonstrationen durch, um die Kraft der vermittelten Selbsthilfemethoden zu verdeutlichen. Die genannte Teilnehmerin wollte unbedingt an der Hypnosedemonstration teilnehmen. Hinterher erklärte sie auch, warum. Sie sei äußerst skeptisch gewesen, ob Hypnose überhaupt bei ihr funktioniere. Außerdem habe sie sich in den Selbsthypnosen während des Seminars nicht wesentlich anders gefühlt, als in der Entspannung, die am Ende ihrer Pilatis-Übungsgruppe durchgeführt wird.

In der Hypnosedemonstration erreichte sie einen tiefen Hypnose-Zustand, der dadurch demonstriert wurde, dass sich ihre Arme ohne ihr bewusstes Zutun automatisch vor ihren Körper drehten und sie nicht in der Lage war, die Arme anzuhalten. Das Aha-Erlebnis für sie und auch für alle anderen Seminarteilnehmer war, dass sie erkannte, dass sich selbst ein tiefer Hypnosezustand nicht notwendigerweise anders anfühlen muss, als die ganz normale Entspannung. Dies war eine Offenbarung für sie. Bis zur Demonstration hatte sie nämlich den Eindruck gehabt, dass die Selbsthypnose, die sie im Seminar erlebte, nicht wirksam war.

Als sie ihre Erfahrungen den anderen Teilnehmern des Seminars mitteilte, wurde deutlich, dass trotz der diesbezüglichen Aufklärung viele andere Seminarteilnehmer ebenfalls falsche Vorstellungen davon hatten, wie man sich im Zustand der Hypnose oder Selbsthypnose fühlt. Auch sie hatten die Wirkung der von ihnen erreichten Selbsthypnose unterschätzt, weil sich der Zustand „normal“ anfühlte.

Wichtig für den Erfolg einer Hypnose

Es ist möglich in der Hypnose oder Selbsthypnose das Gefühl zu haben, in einem anderen Bewusstseinszustand zu sein. Es ist aber nicht für den Erfolg erforderlich, oder gar Voraussetzung. Ein guter Hypnosetherapeut wird die Zweifel des Patienten, ob er denn nun in Hypnose ist oder nicht, bereits in der ersten Sitzung durch Hypnosetests demonstrieren, an denen der Patient erleben kann, dass er sich in einem wirksamen Hypnosezustand befindet. Sobald dieser Zweifel ausgeräumt ist, kann sich der Patient Tiefenhypnose einlassen und damit sehr viel mehr von der Behandlung profitieren.


Beitrag im ZDF Mittagsmagazin vom 3.3.2014: