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Depressionen! – Was hilft gegen den Winter Blues?

Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe.“ So sah es der amerikanische Schriftsteller Harry Sinclair Lewis. Und so empfinden es auch viele meiner Patienten, die in der kältesten Jahreszeit meine Praxis aufsuchten, denn stetiger Begleiter des Winters ist die Winterdepression. Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich durch ein Gefühl der Niedergeschlagenheit auszeichnet. Die Betroffenen fühlen sich meist leer und bedrückt. Wesentliche Symptome sind auftretende Minderwertigkeits-, Hilfs- und Hoffnungslosigkeitsgefühle sowie das sinnlose Gedankenkreisen und langsameres Denken.

Depressionen werden zu selten erkannt

Laut einer Studie werden über 60 Prozent der Depressionen nicht erkannt und dementsprechend auch nicht behandelt. So kommt es dazu, dass die Depression zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland zählt. Bis zu unserem 65. Lebensjahr soll so jeder Achte von uns eine Depression erlitten haben. Dabei werden die Depressionen bei Frauen doppelt so oft wie bei Männern diagnostiziert. Da die Depression laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation zu der Krankheitsgruppe mit der längsten und intensivsten Beeinträchtigung an Lebensqualität zählt, ist es wichtig, dass fachgemäß mit dieser psychischen Erkrankung umgegangen wird.

Behandlung einer Depression

Sobald eine Depression aufgrund ihrer Symptome erkannt wurde, können verschiedene Behandlungen zum Einsatz kommen, um die Depression zu heilen. Bei einer Depression, die durch vielfältige ungelöste emotionale Themen wie Schuld, Verlustangst oder Trauer und unbewältigte traumatische Ereignisse verursacht wurde, bietet sich die Behandlung mittels Hypnosetherapie an. Es geht darum, emotionale Differenzen oder Belastungen aufzudecken und zu lösen. Häufig kommt es vor, dass mit der Aufdeckung des Schlüsselereignisses eine Reihe anderer Verlust- oder Trennungserlebnisse ans Licht kommen. Diese sorgen für die „psychische Energie“ der Depression. Werden alle Kernthemen während der Hypnosetherapie identifiziert und bearbeitet, kommt es schnell zur Genesung oder auch Heilung.

Eine andere Möglichkeit ist es, Depressionen medikamentös zu behandeln. Diese Auffasung wird vor allem von Ärzten vertreten, da sie der Ansicht sind, dass biochemische Veränderungen im Gehirn Ursache für die Depression sind. Eine Winterdepression entsteht, da sich die Patienten durch das wenige Tageslicht und den schnellen Sonnenuntergang müde und antriebslos fühlen. Deshalb ist es ratsam, eine solche saisonale Depression mit Hilfe von Lichttherapien zu behandeln. Diese Form der Therapie hilft jedoch nicht bei gefestigten depressiven Störungen. Der Winterdepression und der Depression gemein ist es jedoch, den Betroffenen dafür zu ermutigen, sich mit Freunden zu treffen, Sport zu treiben oder andere Dinge zu tun, die ihm Freude bereiten. Ein langer Winterspaziergang kann so dafür sorgen, dass sie die Aufgabe nach Lewis erfolgreich meistern und munter und fröhlich durch die kälteste Jahreszeit kommen.