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Woran merke ich, dass ich in Hypnose bin oder war?

Die hypnotische Trance ist mit Veränderungen im Denken, Fühlen und im körperlichen Erleben verbunden und geht in aller Regel mit einer tiefen Entspannung einher.

Die nachfolgend aufgeführten Phänomene kann man häufig beobachten, sie treten jedoch nicht in jedem Fall auf. Viele dieser Phänomene stehen im Zusammenhang mit der Tiefenentspannung, die während der Hypnose auftritt und die sozusagen den Gegenpol zur Stressreaktion bildet:

  • Die Atmung wird ruhiger und gleichmäßiger
  • Entspannter Gesichtsausdruck, Mimik deutlich vermindert
  • Das Gesicht wird blasser
  • Augenbewegungen werden ruhiger oder es sind häufige unfreiwillige und nicht kontrollierbar ruckartige Bewegungen der Augen zu beobachten
  • Rötung der Augen (ist relativ häufig nach Beendigung der Hypnose zu beobachten)
  • Verminderung des Schluckreflexes (Hypnotisierte schlucken selten oder lange Zeit gar nicht.)
  • Der gesamte Körper ist tief entspannt und über längere Zeit völlig reglos.
  • Reaktionen sind verlangsamt
  • Wenn man die Hand/ den Unterarm des Hypnotisierten hebt und fallen lässt, fällt sie herunter wie ein nasser Lappen.
  • Levitation:  Wenn man in der Hypnose die Suggestion gibt, dass beispielsweise der rechte Arm sich von alleine zu erheben beginnt, wird sich der Arm allmählich heben und in die Luft steigen, ohne dass der Hypnotisierte aktiv dazu bei trägt. Er ist lediglich passiver Beobachter, der (wenn ihm dieses Phänomen nicht bekannt ist) mit Erstaunen beobachtet, was mit seinem Arm geschieht.
  • Katalepsie:  Wenn man einem Hypnotisierten die Suggestion gibt, dass beispielsweise ein erhobene Arm starr und unbeweglich wird, verharrt er in dieser Position und kann mit willentlicher Kraftanstrengung nicht gebeugt oder abgesenkt werden.
  • Veränderte Körperwahrnehmung, z. B.
    • Gefühl, schief zu sitzen, obwohl man gerade sitzt
    • Gefühl, die Hände sind riesengroß
    • Man kann nicht sagen, ob sich die Hände berühren oder nicht
  • Gesteigerte Visualisationsfähigkeit (häufigere, farbigere und lebendigere Bilder und Vorstellungen)
  • Verbesserte Erinnerungsfähigkeit (Hypermnesie):  Es ist bekannt, dass man in Stresssituationen (Prüfung) oft nicht auf sein Wissen zugreifen kann. Aufgrund der Entspannung von Körper und Geist und dem direkten Zugriff auf das Unterbewusstsein ist es möglich, sich sehr detailliert an Ereignisse zu erinnern, die bereits vollständig vergessen waren.
  • Schmerzlinderung: Die hypnotische Entspannung geht mit einer Erhöhung der Schmerzschwelle einher, so dass intensive Schmerzreize ein geringeres Schmerzempfinden verursachen.
  • Verzerrte Zeitwahrnehmung: Ein typisches Phänomen der Hypnose ist die Zeitverzerrung. Der Hypnotisierte hat oft kein Gefühl, wie lange die Sitzung gedauert hat. Eine kurze Sitzung kann subjektiv recht lang erscheinen. Meistens fällt es sich jedoch anders herum, der Hypnotisierte ist erstaunt, dass eine Sitzung so lange gedauert hat. Für ihn hat es sich angefühlt, als wäre sie viel kürzer gewesen.
1 Kommentar
  1. Kara Noble sagte:

    Therapeutische Hypnose ist keine Magie, sie hat nichts mit übersinnlichen Kräften zu tun und ebenso wenig mit Show- oder Bühnenhypnose. Sie setzt vielmehr einen vertrauensvollen und wertschätzenden Umgang mit dem Klienten voraus.

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