Die Hippopotomonstrosesquippedaliophobie bezeichnet eine seltene spezifische Angststörung, bei der betroffene Menschen eine ausgeprägte Angst vor dem Denken, lesen und aussprechen von langen Wörtern, entwickeln. Die Bezeichnung Hippopotomonstrosesquippedaliophobie, welche als Phobie zunächst ein medizinischer Fachbegriff aus dem Lateinischen ist, erscheint als Übersetzung in deutsch und in englisch geradezu lächerlich. Gemäß Wörterbuch geht dieses Kunstwort auf eine Aneinanderreihung von Dingen zurück, welche in diesem Zusammenhang wie ein Irrtum erscheinen.

Während die „Phobie“ allgemein noch nachvollziehbarerweise mit „Furcht“ oder „Angst“ übersetzt wird, ist man bei Übersetzungen von „Hippopotamus“ für „Flusspferd“ und „Sesquippedaliophobie„, einer „Anderteineinhalbfuss-Angst“ doch etwas überrascht. „Monstro“ kommt ebenfalls aus dem Lateinischen und bedeutet demonstrieren im Sinne von „zeigen“.

Körperliche äußern sich die Angstzustände bei Phobien mit Zittern, Stottern, Atemnot, Erröten, Schwindel und Schwitzen. So fühlt sich zum Beispiel ein Agorapohobie-Betroffener beim Betreten von weiten öffentlichen Plätzen. Die tatsächliche Angst vor langen Wörtern ist völlig unbegründet. Die betroffene Personen entwickeln eine Angst davor, lange Wörter öffentlich auszusprechen und dabei Fehler zu machen, sich zu versprechen, diese falsch zu betonen, vorm Publikum zu erröten und sich zu blamieren oder angestarrt zu werden.

Während bei der übersteigerten Angst vor der Schwiegermutter (Pentheraphobie), der Anst vor dem Mann allgemein (Androphobie), der Furcht vor Bärten (Pogonophobie) oder vor dem Kinn (Geniophobie) ein Vermeidungsverhalten gegenüber bestimmter Menschen zu beobachten ist, wird durch das Vermeiden des Lesens und Sprechens langer Wörter der Lifestyle eingeschränkt. Dabei ist wissenschaftlich nicht erforscht, ab welcher Länge Wörter (auf englisch words) als Furcht erregend wirken und ob zum Beispiel „Erdnussbutter“ schon Angst auslöst.

Da Menschen im Alltag, in der Schule, bei der Ausbildung mit langen Wörtern konfrontiert werden, leiden Betroffene unter psychisch belastenden Angstzuständen, zumal ihnen bewusst ist, dass in Wahrheit keine Gefahr besteht.

In der therapeutischen Praxis hat sich insbesondere die Hypnoanalyse als sehr wirksam bei der Behandlung von Phobien erwiesen.

Bei Phobien wie der Hippopotomonstrosesquippedaliophobie oder auch der Anatidaephobie (Entenangst), der Clinophobie (Angst vor dem Bett), der Urophobie (Angst zu Urinieren), Sesquippedaliophobie oder der Alliumphobie (Knoblauchangst) können erfahrende Therapeuten die verborgenen Ursachen mit Hilfe der Hypnose finden und lösen.

Qualifizierte Hypnosetherapeuten, die bei Hippopotomonstrosesquippedaliophobie eine effektive Heilung ermöglichen, finden Sie auf unserer Therapeutenliste.

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