80 % der Bundesbürger fühlen sich gelegentlich bis häufig starkem Stress ausgesetzt. Aber nicht jeder erkrankt deshalb an einem Burnout-Syndrom.

  • Was versteht man unter einem Burn-out und welche Möglichkeiten gibt es, einen Test durchzuführen, ob Sie selbst betroffen sind?
  • Wie entsteht eine Erschöpfungsdepression und was sind eigentlich typische Burnout Symptome?

In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wesentliche über die neue Volkskrankheit Burnout sowie über deren Symptome und Therapieansätze.

Was ist ein Burn-out?

Da der Begriff „Burn-out“ aus dem Englischen stammt, haben sich zwei Schreibweisen durchgesetzt: man schreibt den Begriff mit oder ohne Bindestrich, also Burn-out oder Burnout. Zusammengesetzt ist der Begriff aus dem Verb „to burn“ und dem Verbzusatz „out“. Übersetzt bedeutet das so viel wie „ausbrennen“. In Deutschland hat der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger den Begriff 1974 erstmalig eingeführt.

Das Gefühl, auszubrennen, begleitet die Betroffenen über einen längeren Zeitraum. Der eigentliche Schlusspunkt ist dann erreicht, wenn die Lunte erlischt, der Mensch komplett ausgebrannt ist. Entsprechend wird ein Burn-out in der Medizin als Endzustand einer Entwicklung definiert, die in mehreren Phasen verläuft.

Spannend ist, dass sich der Unterschied zwischen dem Verlauf eines Burnouts (das Ausbrennen) und dem Endzustand (ausgebrannt sein) ebenfalls in der Sprache spiegelt, nämlich im schwankenden Gebrauch der Artikel der/das. DER Burnout wird verwendet, um den Endpunkt, das Resultat zu benennen. DAS Burn-out bezeichnet die vorangehenden Phasen, also das Ausbrennen. In der offiziellen Rechtschreibung hat sich jedoch die Verwendung des sächlichen Artikels durchgesetzt.

Burnout Symptome

Ein Burn-out geht mit körperlichen, psychischen und mentalen Ursachen und Problemen einher, gehört also in den Bereich der Psychosomatik. Zu den typischen Symptomen, die sich in den verschiedenen Phasen in wachsender Intensität zeigen, zählen

  • Kopfschmerzen oder Drehschwindel.
  • Nervosität und Gereiztheit.
  • Negativismus, Grübeln, Schlafstörungen.
  • Substanzenmissbrauch und Suchtgefährdung.
  • Angstzustände, Depressionen, Suizidalität.

Auch die Persönlichkeit des Betroffenen verändert sich. So werden Burnout-Betroffene häufig als zynisch und abweisend wahrgenommen. Tatsächlich empfinden sie zumeist Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression und dem Erleben völliger Sinnlosigkeit. Wird die zugrundeliegende Erkrankung nicht erkannt, gilt ein vom Burn-out Betroffener meist als suizidgefährdet.

Wie verläuft ein Burn-out?

Die Bezeichnung „Burnout“ benennt den Endzustand einer sich in verschiedenen Phasen ankündigenden Krankheit. Eine solche Definition ist jedoch nicht unumstritten, da Prozess und Resultat hier nicht klar voneinander abzugrenzen sind. Auch die Persönlichkeit und das Arbeitsumfeld spielen für die Herausbildung eines Burn-outs eine wichtige Rolle.

Dem Burn-out geht eine Phase der Anstrengung voraus, die als extrem erschöpfend wahrgenommen wird. Gehen wir in der Entwicklung der Krankheit weiter zurück, lassen sich Phasen ausfindig machen, in denen es bereits andere Warnsignale gab, nämlich

• extremer Enthusiasmus und das Gefühl, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, der man sich kaum entziehen kann.
• die daraus resultierende vollständige Fokussierung auf die Arbeit als einzigen Lebensinhalt und die Vernachlässigung anderer Bedürfnisse.
• das Gefühl, unentbehrlich zu sein oder aber die Angst, Aufgaben abzulehnen.

Zusätzlich können zuweilen eine oder mehrere Personen ausgemacht werden (Kollegen, Vorgesetzte), die diesen freiwilligen oder unfreiwilligen Arbeitseifer ausnutzen und manipulieren und dem Betroffenen beständig weitere Aufgaben zuteilen. Irgendwann ist dann eine Situation der totalen Überlastung oder Überforderung erreicht.

Solange es den Betroffenen aber an Einsicht fehlt, gehen Enthusiasmus und Euphorie in Stagnation, Frustration und Apathie über. Was zuvor leicht von der Hand ging, wird nun zur Schwerstaufgabe. Das Burn-out beendet schließlich diesen sich langsam zuspitzenden Verlauf auf dramatische Weise.

Abgrenzung gegen andere Erkrankungen

Aufgrund der Symptomatik ist es schwierig, ein Burn-out gegen andere psychische Erkrankungen abzugrenzen. Doch ist dies erforderlich, um Maßnahmen der Prävention beim Auftauchen der ersten Warnsignale treffen zu können. Hat sich das Burnout bereits in typischen Beschwerden und Stress manifestiert, muss zudem eine geeignete Therapie begonnen werden. Dies ist nur möglich, wenn man das Burn-out von anderen Krankheiten zu unterscheiden versteht.

Burn-out oder Depression?

Depressionen haben vielfältige Ursachen, sie werden jedoch kaum durch Überlastung oder Überforderung ausgelöst. Spricht man von einer „Erschöpfungsdepression“, so ist hiermit bereits das Burn-out-Syndrom gemeint.

Überschneidungspunkte finden sich in

  • dem Gefühl der Niedergeschlagenheit,
  • der Neigung zum Grübeln,
  • der Entwicklung von Ängsten und Schlafstörungen,
  • dem Gefühl der Sinnlosigkeit bis hin zur Suizidgefährdung.

Doch stellt die Depression beim Burn-out bereits das Endstadium dar. Im Unterschied zum Depressiven leidet der Betroffene anfangs nicht unter seiner Erkrankung, sondern nimmt diese als bereichernd wahr. Er ist wie beflügelt, fühlt sich berufen, zu helfen, ganz in seinem Beruf oder auch seinem Ehrenamt aufzugehen.

Umgekehrt erweisen sich Menschen mit Depressionen in der Regel nicht als zynisch und neigen auch eher zu Selbstzweifeln statt zur Selbstüberschätzung. Während die Behandlung von Depressionen zumeist mit der Gabe von Psychopharmaka beginnt, ist dies für die Therapie eines Burnouts in der Regel nicht erforderlich.

Burn-out oder Angststörung?

Auch bei Angststörungen lassen sich unterschiedliche Formen und Ausprägungen beschreiben. Die meisten Überschneidungspunkte finden sich zwischen einer generalisierten Angststörung und einem Burn-out.

Doch gilt hier: Angst ist kein typisches Burn-out-Symptom, sondern ein Krankheitssymptom, das beispielsweise auftritt, wenn die Betroffenen bemerken, dass sie ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen sind. Die Angst erweist sich damit als konkret, während einer generalisierten Angststörung oft irrationale Ängste oder Symptomverschiebungen zugrunde liegen.

Burn-out oder Traumatisierung?

Ein psychisches Trauma entsteht durch einen schweren Schock, der häufig von Trennungen, Verlusten oder Formen von (sexualisierter) Gewalt ausgelöst wird. Die heraus resultierenden Beschwerden können den Symptomen, wie sie Menschen mit Burnout herausbilden, ähneln.

Doch geht dem Burn-out selbst keine solche vehemente Traumatisierung voraus. Während traumatisierte Menschen das Erlebte zudem oft verdrängen, weiß der vom Burn-out Betroffene zumindest auf der Symptomebene, was mit ihm los ist. Er sieht jedoch keinen Ausweg aus der Krise.

Wer zählt zu den Betroffenen eines Burnout-Syndroms?

Grundsätzlich kann jeder ein Burn-out erleiden, doch zeigt sich in der Literatur und in der Praxis, dass das Syndrom in bestimmten gesellschaftlichen Gruppen besonders häufig vorzufinden ist. Hierzu gehören zum einen Menschen, die in helfenden, beratenden oder pflegerischen Berufen tätig sind. Aber auch für Steuerberater, Lehrer, leitende Manager aller Branchen, Polizisten oder Beamte, die beispielsweise in Arbeitsagenturen, Sozialbehörden oder Einrichtungen der Flüchtlingshilfe tätig sind, ist das Risiko groß, ein Burn-out zu erleiden.

Der Grund liegt darin, dass in all diesen Berufen oft ein erhöhtes Engagement erwartet wird, gleichzeitig aber eine hohe Frustrationstoleranz gegeben sein muss. Ein enormes Arbeitspensum und eine mangelnde Befähigung, sich von den eigenen Erlebnissen oder denen der Klientel abzugrenzen, wirken sich belastend aus.

Mit einem solchen Arbeitspensum und einer hohen Frustration haben leider auch zunehmend Schüler und Schülerinnen zu kämpfen, da sich der Druck, einen guten Abschluss und hier möglichst das Abitur zu schaffen, enorm erhöht hat. Auf die Ganztagsschule folgen dann noch zahlreiche Kurse, Nachhilfe, zusätzliche Aufgaben. Viele Kinder haben mittlerweile einen längeren Arbeitstag als ihre Eltern – rechnet man lange Schulwege noch hinzu, bleibt kaum Zeit für kindliches Spiel und Erholung.

Selbsttest Burn-out

Die Grenzen zwischen einer Überlastung mit dem Gefühl, für einige Tage völlig erschöpft zu sein, und dem anhaltenden Erschöpfungssyndrom Burnout sind fließend. Auch zu anderen psychischen Erkrankungen lassen sich auf die Schnelle nicht immer Grenzen ziehen. Die Möglichkeit, dass Sie an einem Burn-out erkrankt sind, ist in erhöhter Weise gegeben, wenn Sie folgende Fragen mit Ja beantworten können:

  • Fühlen Sie sich leicht gereizt oder gestört?
  • Haben Sie Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und arbeiten Sie weniger effektiv als zuvor?
  • Fühlen Sie sich schon morgens nach dem Aufstehen erschöpft?
  • Plagen Sie Gefühle der Sinnlosigkeit oder der Überforderung?
  • Können Sie schlecht Nein sagen, wenn Ihnen weitere Aufgaben übertragen werden?
  • Haben Sie ständig das Gefühl, mehr geben und leisten zu müssen, weil Sie sich für Ihre Kunden, Kollegen oder eine Klientel verantwortlich fühlen?

Je mehr Fragen Sie mit Ja beantworten konnten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass bereits eine Vorstufe des Burnouts vorliegt. Wir empfehlen in diesem Fall einen ausführlicheren Selbsttest durchzuführen.

Ursachen und Folgen eines Burnouts

Wir leben in hektischen Zeiten. Nicht nur der schnelle Wandel durch die Digitalisierung überfordert viele Menschen. Auch der Druck in der Arbeitswelt nimmt in vielen Branchen tagtäglich zu und führt zu vermehrtem Stress und körperlichen Beschwerden oder psychischen Reaktionen. Der häufig beklagte Fachkräftemangel hat zur Folge, dass in einigen Branchen beständig Überstunden anfallen, die kaum noch sinnvoll auszugleichen sind.

Mit diesen Veränderungen einher gehen Isolation und der Wegfall sozialer Bindungen. Speziell in den Städten ist zwar das Angebot groß, sich zu amüsieren, aber es fehlt an Tiefe der Bindungen zu Nachbarn, Freunden, Bekannten und Familie.

Ein dritter Faktor schließlich, der sich begünstigend auf die Zunahme von psychosomatischen Krankheiten auswirkt, ist die Angst vor dem sozialen Abstieg, der insbesondere die sogenannte Mittelschicht betrifft.

Innerhalb dieser gesellschaftlichen Gesamtsituation wundert es dann nicht, wenn die Diagnose „Burn-out“ immer häufiger gestellt wird. Die Betroffenen fühlen sich ausgebrannt, erschöpft, ignorieren Warnsignale aber über einen langen Zeitraum, weil sie den Verlust des Arbeitsplatzes oder der sozialen Anerkennung fürchten.

Auch der Trend zum Homeoffice stellt sich nicht für jeden als positive Veränderung dar. Denn letztendlich bedeutet das Arbeiten daheim, dass sich die soziale Isolation weiter verschärft, während es noch schwieriger wird, zwischen Arbeit und Privatleben eine Grenze zu ziehen.

De Folgen sind nicht nur für den Einzelnen verheerend, sondern betreffen ganze Unternehmen und Wirtschaftszweige. Und zwar spätestens dann, wenn sich durch einen hohen Krankenstand und eine hohe Fluktuation eine äußerst missliche Lage einstellt.

Viele Unternehmen steuern deshalb schon von sich aus gegen, indem sie ihren Mitarbeitern Maßnahmen zur Erhaltung der „Work-Life-Balance“ ermöglichen. Neben Anti-Stress-Trainings, gesunder Ernährung, Physiotherapie oder gemeinsamen Ausflügen kommen hier auch das Erlernen von Hypnosetechniken, das Verlernen schlechter Gewohnheiten durch Hypnose oder die Teilnahme an Seminaren zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte infrage.

Individuelle Ursachen eines Burnouts

Wie stark der Einzelne von den gesellschaftlichen Ursachen des Burnout-Syndroms betroffen ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wesentlichen Anteil haben zudem individuelle Persönlichkeitsmerkmale. Zirka 80 % der Bundesbürger fühlen sich gelegentlich gestresst, innerhalb der EU liegt der Anteil nur bei 22 Prozent. Dennoch belegen Studien, dass bis zu 60 % aller versäumten Arbeitstage letztlich auf eine Stressbelastung zurückzuführen sind.

Stress im Job bewirkt aber noch keinen Burnout. Wie oben bereits ausgeführt, sind es bestimmte Berufsgruppen, die besonders häufig betroffen sind. Hier zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Persönlichkeit, Berufswahl und der Herausbildung der Burnout-Symptome.

Anders gesagt: Menschen, die am sogenannten „Helfersyndrom“ leiden, sind in besonderer Weise prädestiniert, ein Burnout zu entwickeln. Von einem Helfersyndrom sprechen wir, wenn ein Mensch einen helfenden Beruf ausgewählt hat, um das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden.

Da das Motiv hier in der eigenen Psyche und letztlich in einer tiefen Verunsicherung liegt, kann der „hilflose Helfer“ auch dann keine Zufriedenheit empfinden, wenn er eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen hat. Bleibt die Anerkennung aus, da die erforderliche Selbstaufopferung auf Dauer nicht praktikabel ist, ist der Burn-out vorprogrammiert.

Ein Äquivalent zum Helfersyndrom kann in einem ausgeprägten Perfektionismus bestehen. Entscheidend ist in jedem Fall, dass Betroffene die eigentliche Störung erkennen lernen und rasch Maßnahmen ergreifen, mit denen sich einem Burnout vorbeugen lässt. Hypnose und Hypnotherapie bieten sich als schnelle und effektive Therapieformen an.

Diagnostik, Vorbeugung und Therapie des Erschöpfungssyndroms

Körperliche und psychische Krankheiten werden nach der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen ICD-10-GM beschrieben und behandelt. ICD ist die Abkürzung des englischen Terms für die „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“.

Das Burnout-Syndrom erscheint darin jedoch nicht als eigenständige Krankheit, sondern als „Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Infolgedessen gibt das ICD auch keine Leitlinien vor, nach denen dieses „Problem“ behandelt oder therapiert werden kann.

Tatsächlich ist es schwierig, eine psychische Störung, die aus einer komplizierten Bündelung von gesellschaftlichen und individuellen Faktoren resultiert, als eigenständige Erkrankung zu kategorisieren. Doch steigt die Notwendigkeit, diesen Versuch zu wagen, mit jedem Erkrankten an.

Ein hilfreiches Messinstrument legten bereits 1981 Christina Maslach und Susan E. Jackson vor, bekannt als „Maslach Burnout Inventory“ (MBI), das einen Selbsttest umfasst. Mit diesem lassen sich die Komponenten „emotionale Erschöpfung“, „Depersonalisation“ und „reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit“ erfassen.

Eine weitere Testmethode ist durch die „Überdruss-Skala“ von Tedium Measure (TM) gegeben, die es ermöglicht, die Häufigkeit bestimmter Problemfelder zu ermitteln.

Wie wir gesehen haben, ist es dennoch schwierig, ein Burnout von anderen Erkrankungen abzugrenzen beziehungsweise rechtzeitig zu erkennen, dass die psychische Gesundheit bereits angeschlagen ist. Je länger Sie die Prävention und die Verringerung von Risikofaktoren aber hinauszögern, desto schwieriger wird es, ein Burnout effektiv zu behandeln.

Haben Sie im Rahmen unseres Selbsttests bereits Anhaltspunkte dafür entdecken können, dass Sie sich auf einer Vorstufe zum Burnout Syndrom befinden, sollten Sie daher zwingend präventiv handeln.

Treten Beschwerden und Warnsignale auf wie Erschöpfung, Müdigkeit, Gereiztheit, Überforderung und Angst, leidet Ihre Lebensqualität ohnehin schon darunter. Es ist daher letztlich gleichgültig, ob ein Erschöpfungssyndrom diagnostiziert werden kann oder ob das ICD Ihnen dazu Leitlinien an die Hand gibt. Ergreifen Sie selbst die Initiative, um Schlimmeres zu vermeiden.

Der Erschöpfung vorbeugen durch Prävention

„Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“, heißt es im Volksmund. Für psychosomatische Krankheiten wie das Burn-out ist diese Erkenntnis einmal mehr wahr. Denn die Einsicht zwingt uns, die bisherige Verharmlosung aller Warnsignale und Beschwerden in den verschiedenen Phasen des Burnouts zu bemerken und neue Strategien anzuwenden.

Sofern die Erkrankung noch nicht an ihrem Endpunkt angekommen ist, nehmen die meisten Menschen als Reaktion auf die Erkenntnis Veränderungen in der Lebensgestaltung vor. Oder sagen wir besser: Sie nehmen sich vor, etwas zu ändern. Demnächst. Wenn der Stress nicht mehr ganz so schlimm ist und sie etwas mehr Zeit haben für

  • eine gesunde Ernährung,
  • Freunde und Familie,
  • Sport und Kultur,
  • sich selbst,
  • ein gutes Buch,
  • die Beschäftigung mit den eigenen Zielen und Möglichkeiten.

Von diesen guten Vorsätzen bleibt zumeist so viel übrig wie von jenen, die wir uns am Vorabend zum neuen Jahr überlegt haben.

Denn tatsächlich liegt die Ursache für Stress und Erschöpfung ja nicht in der Lebensführung des Erkrankten. Sondern er führt dieses erschöpfende Leben, weil die Krankheit ihn dazu zwingt.

Entsprechend sollte jede Burnout Behandlung oder Burnout Therapie damit beginnen, dass Sie die Ursachen für Ihre Gefährdung aufspüren.

  • Was ist es wirklich, das Sie dazu treibt, sich beständigem Stress auszusetzen?
  • Warum können Sie so schlecht Nein sagen?
  • Weshalb benötigen Sie das Gefühl, gebraucht zu werden, so dringend?
  • Warum erlauben Sie es Kollegen oder Vorgesetzten, Sie zu manipulieren?
  • Wie kommt es, dass ausgerechnet Sie immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn Arbeit liegenbleibt?

Lassen Sie es nicht zu, dass der Erschöpfungszustand ein Ausmaß annimmt, der sich zerstörerisch auf Sie und Ihr gesamtes Leben auswirkt. Gehen Sie den Ursachen auf den Grund! Gelingt es Ihnen nicht, Ihre guten Vorsätze einzuhalten, geben Sie sich selbst die Hilfe, die Sie derzeit benötigen.

Ein ausgezeichneter Ansatz findet sich hierfür in den Techniken der Selbsthypnose, wie wir sie in Seminaren und Einzelsitzungen vermitteln. Sie lernen, wie Sie sich selbst in Tiefen-Entspannung bringen, um sich mittels Suggestionen auf Ihre Ziele zu konzentrieren. Schon die körperlichen Reaktionen helfen Ihnen, entspannter, effektiver und schneller an Ihrem Problem zu arbeiten.

Burnout-Therapie durch Hypnose

Befinden Sie sich bereits in einer Phase des Burnouts, in der es Ihnen zu schwer erscheint, sich selbst zu heilen, suchen Sie sich am besten fachlichen Rat durch einen Arzt, einen Psychotherapeuten oder einen Hypnosetherapeuten.

Mediziner und Psychotherapeuten empfehlen oft eine Behandlung mit Antidepressiva, was unserer Erfahrung nach aber nur in seltenen Fällen anzuraten ist. Denn ein Burn-out unterscheidet sich wie oben ausgeführt von einer Depression oder Angststörung dadurch, dass es mit anderen therapeutischen Maßnahmen gut zu heilen ist.

So erweist sich insbesondere die Hypnosetherapie als ausgesprochen hilfreich, wenn es darum geht, einem Burn-out vorzubeugen und es zu behandeln.

Während die Selbsthypnose vor allem zur Prävention eingesetzt wird, kann die Hypnotherapie auch bereits manifestierte Blockaden lösen und Symptome kurieren. Das Wichtigste aber ist: In der Hypnotherapie nehmen Sie Verbindung zu Ihrem Unbewussten auf. Sie erfahren, welche Anteile Ihres unbewussten Denkens und Fühlens tatsächlich an der Entstehung der Krankheit beteiligt waren. Und Sie lernen, wie Sie diese neutralisieren, um mit Sieben-Meilen-Stiefeln den Pfad der Gesundung zu beschreiten.

In der Hypnosetherapie widmen wir uns also nicht nur den Risikofaktoren wie

  • Stress,
  • ungesunde Ernährung,
  • Rauchen, Drogen, Alkohol,
  • ungeeignetes Selbst- und Zeitmanagement.

Wir arbeiten auch an der Überwindung psychischer Ursachen, die zu Überforderung und Erschöpfung geführt haben. Liegen soziale Ängste zugrunde? Dann lernen Sie, wie Sie diese schnell und effektiv überwinden!

Eine erste Anleitung zur Erstellung Ihrer ganz persönlichen „Leitlinien“ finden Sie auch in meinem Buch „Nie wieder Angst“, das Sie im Shop direkt bestellen können. Nutzen Sie die beiliegende Hypnose-CD, um Ihre Einsicht durch tägliches Training zu vertiefen.

In der Therapie durchbrechen wir den Kreislauf von Druck und Hetze, sodass Sie Zeit zum Durchatmen und vor allem neue Lebensqualität gewinnen. Ebenfalls gut geeignet zur Stressreduzierung und Heilung bei Erschöpfung und Burnout-Symptomen ist die Teilnahme an unserem Seminar „Aktivierung der Selbstheilungskräfte“.