Spezifische Phobien sind starke abnormale Ängste vor einem klar beschreibbaren Objekt oder einer klar beschreibbaren Situation. Es handelt sich um unbegründete und unverhältnismäßig starke Ängste vor objektiv ungefährlichen Situationen, Ereignissen, Gegenständen, Tätigkeiten, Menschen oder Tieren. Die spezifischen Phobien äußern sich im Vermeiden der angstauslösenden Objekten und Situationen.

Die Angst vor öffentlichem Reden gilt in den USA als die häufigste Angst. Betroffene geben an, dass sie lieber im Sarg liegen würden als zum Beispiel auf einer Trauerfeier eine Rede zu halten. Andere bekannte Beispiele für spezifische Phobien sind Angst vor Hunden, Schlangen, Spinnen (Tierphobien), Angst vor Brücken, Tunneln, Fahrstühlen und Höhen (situative Phobien), Angst vor engen Räumen, Angst Prüfungen, vor Spritzen oder vor Dunkelheit. Es gibt fast nichts, wovor man nicht eine Phobie entwickeln könnte. Es sind mittlerweile mehrere hundert verschiedene Phobien benannt und beschrieben worden.

Bei der Konfrontation mit den Angst auslösenden Objekten oder der angstauslösenden Situationen werden starke Angstattacken mit massiven körperlichen Angstsymptomen ausgelöst. Die Betroffenen haben Todesangst und erleben Beschwerden wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot, Schwächegefühl, Verkrampfung der Muskulatur, Zittern, Kopfschmerzen, Übelkeit und das Gefühl, wahnsinnig zu werden. Aufgrund der Heftigkeit der Angstanfälle, neigen die Betroffenen dazu, die auslösenden Situationen möglichst vollständig zu meiden. Je nach Art der Phobie kann das Leben mehr oder weniger stark eingeschränkt werden. Das sich um eine umschriebene Situationen handelt, können diese im alltäglichen Leben aber häufig umgangen werden.