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Studie zeigt: Angst ist schlimmer als Zahnschmerzen

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Mai 30, 2014
Christian Endres

Das Schmerzen weh tun und furchtbares Leid erzeugen können, ist allgemein bekannt. Eine Studie zeigte nun, dass es etwa gibt, was noch schlimmer sein kann als Schmerzen, nämlich Angst.

Zahnschmerzen vorbeugen

Forscher vom Imperial College London haben in einem Experiment herausgefunden, dass es für die meisten Menschen unangenehmer ist, auf einen schwächeren Schmerz zu warten, als stattdessen einen stärkeren Schmerz sofort zu ertragen. Dazu haben die Forscher 35 Probanden vor die Entscheidung gestellt, sofort eine Abfolge von Elektroschocks zu erhalten oder aber erst 15 Minuten später eine abgeschwächte Abfolge. Trotz dieser Kenntnis, des Ihnen sofort zugeführten stärkeren Schmerzes, hat sich die Mehrzahl der Probanden für den sofortigen Schmerz entschieden. Die Erwartung eines Schmerzes scheint demnach unerträglicher zu sein, als der Schmerz selbst.

Die Wahl eines stärkeren Schmerzes ist ein Phänomen, das man auch aus der Zahnarztpraxis besonders gut kennt. Schon der Gedanke vieler Patienten an den bevorstehenden Zahnarzttermin ruft unangenehme Gefühle hervor, die häufig als weitaus schlimmer empfunden werden, als die Behandlung selbst. Infolge dieser sogenannten Zahnartzangst ertragen viele Menschen Ihre Zahnschmerzen solange, bis sie es gar nicht mehr aushalten. Natürlich ist es unbedingt erforderlich, regelmäßig einen Zahnarzt aufzusuchen, damit dieser Probleme rechtzeitig erkennt und beheben kann, bevor diese zu nervenraubenden Zahnschmerzen führen können.

Dem Zahnarzt durch Selbsthypnose helfen

Um sich schon im Vorfeld auf einen Besuch beim Zahnarzt bestens vorzubereiten, gibt es die Möglichkeit der Selbsthypnose. Mit Hilfe von selbstzugeführten Suggestionen, kann sich der Patient beruhigen, so dass die Angst vor dem bevorstehenden Zahnarzttermin abnimmt oder sogar verschwindet. Suggestionen sind selbst erdachte Sätze, die man sich in Hypnose sagt, um das Unterbewusstsein zu programmieren.

Vom Zahnarzt hypnotisieren lassen

Wer sich einem operativen Eingriff unterziehen muss, der kann sich von einem in dieser Hinsicht geschulten Zahnarzt auch in Hypnose versetzen lassen. Eine tiefe Hypnose eignet sich hervorragend als Alternative zur Vollnarkose, ermöglicht schmerzfreie Eingriffe, beschleunigt die Wundheilung und nimmt die Angst vor Spritzen.
Das Ziel der Hypnose soll sein, den Patienten für die Zahnbehandlung in einen körperlichen und geistigen Entspannungszustand zu versetzen, bei dem der Blick nicht nach außen, sondern nach innen gerichtet ist.
Der Patient blendet unangenehme Empfindungen aus und fühlt sich während der Behandlung wohl. Äußerlich ist dieser Zustand an einem ruhigen Puls, niedrigen Blutdruck und an einer tiefen Atmung zu erkennen. Erfahren die Angstpatienten dann, dass Ihre Furcht unbegründet war und die Behandlung gar nicht unangenehm, ist die Angst vor kommenden Behandlungen meist überwunden.

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