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Warum es klug ist zu Laufen und wie Laufen Sie klüger macht

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Juli 4, 2014
Christian Endres

Warum es klug ist zu Laufen und wie Laufen Sie klüger macht

Dass Laufen gut für Herz und Lunge ist, weis jedes Kind. Neue, vielversprechende Forschungen wollen jetzt jedoch eine Verbindung zwischen der Bildung neuer Gehirnzellen und sportlicher Betätigung gefunden haben. Die These: je intensiver der Sport, desto höher die Gehirnleistung. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie auch Sie sich durch einen einfach Trick öfter zum Sport aufraffen können …

Laufen macht schlau

Laufen aktiviert die Bildung neuer Nervenzellen und neuer Blutkörperchen. Diese Prozesse erhöhen das Gehirn-Volumen, das sonst mit steigendem Alter eigentlich abnimmt. In einer Untersuchung der National Academy of Sciences in den USA wurden zwei Gruppen mit Erwachsenen untersucht, von denen eine regelmäßig trainierte. Tatsächliche konnte gegenüber der Gruppe mit den nicht sportlich Aktiven ein Gehirnvolumenzuwachs von 2% festgestellt werden. Das klingt erst einmal nach wenig. Jedoch muss bedacht werden, dass ein Mensch in mittlerem Alter sonst unter keinen Umständen an Gehirn-Volumen gewinnt.

Was bedeutet diese Erkenntnis für Sie konkret?

Sie lernen bspw. Vokabeln 20% schneller nach einem intensiven Workout. Die Verbesserung solcher und anderer kognitiver Fähigkeiten, erhöhen nicht nur Ihre Konzentrationsfähigkeiten, sondern helfen auch aktiv gegen Demenz und Alzheimer vorzubeugen.

Laufen kann Spaß machen

Viele Menschen versuchen durch Sport dem natürlichen Verfall ihres Körpers entgegenzuwirken. Nur die wenigsten schaffen es jedoch, sich regelmäßig aufzuraffen: 44,2 Millionen Deutsche gehen nie joggen, 5,3 Millionen überwinden sich dagegen häufig, 15 Millionen zumindest ab und an. 29,2 Millionen Deutsche treiben nie Sport.

Dabei waren unsere Vorfahren regelrechte Meister-Läufer: In der Zeit der Jäger und Sammler liefen die Menschen täglich bis zu 15 Kilometer.
Heute fahren wir mit dem Auto zur Arbeit, nehmen den Fahrstuhl, sitzen tagsüber im Büro und abends vor dem Fernseher. Aus evolutionärer Sicht kann man unser Verhalten nur als abnormal bezeichnen.
Hat die Evolution trotzdem einen Trick für uns parat? Evolutionsbiologe Daniel Lieberman gibt aus eigener Erfahrung einen praktischen Rat:
“Laufen ist ein soziales Ereignis. Über Millionen Jahre ist der Mensch in Gruppen gelaufen. Ich versuche, es auch so zu halten, und bin immer mit Freunden unterwegs. Wir laufen und reden, kilometerlang. Das macht einfach Spaß – ein Aspekt, der beim Sport oft vernachlässigt wird.”

Wenn Sie sich also das nächste Mal entschließen einen Trainingsplan aufzustellen, holen Sie unbedingt Ihre Freunde mit an Bord! Die gegenseitige Unterstützung beim Trainieren stellt sicher, dass so schnell kein einzelnes Mitglied der Gruppe aufgibt – und die Zeit vergeht bei einem Gespräch unter Freunden auch schneller!

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