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Wer hat an der Uhr gedreht? - Tipps für die Zeitumstellung

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März 27, 2015
Christian Endres

Wer hat an der Uhr gedreht? – Tipps für die Zeitumstellung

Es ist mal wieder soweit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren nachts von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, und somit wird uns eine ganze Stunde Schlaf gestohlen. Während manche Menschen mit der Umstellung zur Sommerzeit keine Probleme haben, stellen andere fest, dass es ihren inneren Biorhythmus auf den Kopf stellt.

Hinterlistiger Schlafraub

Sie liegen im Bett, drehen sich gerade noch mal um und genießen die wollige Wärme unter Ihrer Bettdecke, als plötzlich der Wecker klingelt und Sie unsanft aus den Tiefen ihres Traums herausgerissen werden. Innerlich und körperlich fühlen Sie sich schlapp und müde, aber der Wecker sagt Ihnen leider, dass es tatsächlich Zeit zum Aufstehen ist, denn die Uhr läuft nun wieder auf Sommerzeit.

Seit 1980 gibt es dieses Problem. Die Zeitumstellung wurde eingeführt, damit das Tageslicht besser genutzt wird und man Energie sparen kann – doch gebracht hat es uns bisher fast nur Ärger und viel schlimmer noch, gesundheitliche Probleme.

Biorhythmus gerät durcheinander

Die Umstellung der Zeit bedeutet, dass viele Menschen tagelang unter den Folgen leiden müssen. Seien es Schlafstörungen, daraus resultierende Konzentrationsprobleme oder physische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bluthochdruck. Laut einer Studie aus Großbritannien leiden Frauen sogar 7 Tage nach der Zeitumstellung von Winter auf Sommer unter einem erhöhteren Herzinfarktrisiko als Männer.1 Als Grund für die Ergebnisse wird der negative Einfluss von Schlafentzug auf die kardiovaskuläre Gesundheit genannt. Menschen, die sowieso schon anfällig für Schlafprobleme sind, sollten außerdem plötzliche Änderungen in ihrem Biorhythmus möglichst vermeiden.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Damit Sie sich durch die Zeitumstellung nicht wie gerädert fühlen, sollten Sie sich auf die Nacht der Nächte vorbereiten. Schlafmediziner raten, dass man schon einige Tage vor der Umstellung seinen Rhythmus anpassen sollte, in dem man zum Beispiel die Mahlzeiten etwas nach vorn verschiebt und zusätzlich auch auf zu fettiges und schwerverdauliches Essen verzichtet, da es grundsätzlich den Kreislauf belastet. Ratsam wäre es ebenfalls, nach und nach etwas früher schlafen zu gehen, damit man seine innere Uhr langsam an den neuen Rhythmus anpasst. Zudem sollte man am Sonntag und Montag möglichst auf seinen Mittagsschlaf verzichten, da dieser das frühe Einschlafen erschwert und man am nächsten Morgen noch müder ist.

In der Regel braucht der Körper nur einige Tage, um sich an die neue Uhrzeit zu gewöhnen. Wer trotzdem morgens mehr schlecht als recht aus dem Bett steigt, der kann zwei Dinge tun: Schalten Sie das Licht an und drehen Sie die Musik auf – das hilft nicht nur beim Aufwachen, sondern macht auch gute Laune.

1http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc0807104

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