Trend Hypnobirthing – Geburt ohne Schmerzen

Zuletzt wurden wir durch die schwangere Kate Middleton auf den kommenden Trend „Hypnobirthing“ aufmerksam gemacht. Die Prinzessin von England wünschte sich eine möglichst schmerzfreie Geburt, bei vollem Bewusstsein, ohne chemische Anästhesie. Am 22. Juli 2013 war es dann so weit: George Alexander Louis erblickte die Welt und Kate strahlte. Aber wie ist das möglich, eine natürliche Geburt ohne Schmerzen und ohne chemische Narkosemittel?

Die Idee hinter „Hypnobirthing“, also der Geburt unter Hypnose, stammt von Grantley Dick-Read, einem Verfechter der natürlichen Geburt. Der 1959 verstorbene Gynäkologe wusste, dass Ängste Verspannungen auslösen und dass diese Verspannungen dann zu Schmerzen bei der Geburt führen. Durch Hypnobirthing haben Schwangere die Möglichkeit diese Ängste zu vermeiden.

Ängste und Schmerzen dank Hypnose reduzieren

Die Schwangerschaft ist eine Zeit, in der die Frauen sehr sensibel und beeinflussbar sind. Es wird in Zeitschriften geblättert, die beste Freundin wird zu der Geburt ihrer zwei Söhne befragt und zuhause füllt sich das Bücherregal mit Ratgeberlektüre. Die Suggestionen, die Frauen dabei von außen erhalten sind meist negativ. Medien und Freundinnen berichten von den „schlimmsten Schmerzen ihres Lebens“ oder der „glatten 10 auf der Schmerzskala“.

Die hypnotherapeutische Geburtsvorbereitung besteht darin, negative Suggestionen abzuwehren und positive Suggestionen zu fördern. Die Kernbotschaft dabei lautet: Geburten sind auch mit einem Minimum an Schmerzen möglich. Die Frauen lernen auf Knopfdruck zu entspannen und ihre Empfindungen gezielt zu steuern. So können Schmerzen reduziert werden und die Geburt wird zu einem genießbaren Erlebnis. In seinem Ratgeber „Nie wieder Angst“ stellt Dr. Norbert Preetz die Selbsthypnose vor, durch die Schwangere lernen sich positive Empfindungen intensiver vorzustellen und negative Gedanken zu verdrängen. Revifikation heißt der Vorgang bei dem angenehme Gefühle aus früheren Situationen hervorgerufen und wiedererlebt werden können. Mithilfe von Dissoziation und negativen Halluzinationen werden Schmerzempfindungen bei der Geburt ausgeblendet und die Aufmerksamkeit von den Wehen abgelenkt.

Im Fazit schneidet der neue Trend „Hypnobirthing“ gut ab. Im Unterschied zur chemischen Anästhesie hat die Geburt unter Hypnose keine Nebenwirkungen. Frauen werden psychisch und körperlich auf die Entbindung gut vorbereitet. Mithilfe von Selbsthypnose können negative Suggestionen abgeblockt und Schwangerschaftsbeschwerden vermindert werden. Die Geburt wird erleichtert, in dem die Frau eine aktive Rolle behält und die Entbindung ihres Kindes bewusst miterlebt und so mit der Hebamme kooperieren kann. Hypnotherapeutische Geburten dauern im Schnitt kürzer als Entbindungen unter Anästhesie oder ohne Hypnoseeinfluss.
Frauen, die Angst vor der Geburt haben, müssen nicht zu tief in die Tasche greifen. Der Ratgeber „Nie wieder Angst“ von Dr. Norbert Preetz ist auf dieser Seite erhältlich.