Umarmungen für die Gesundheit

Eine kleine Umarmung zur Begrüßung, eine kurze Berührung beim Abschied oder ein inniges Umklammern, nachdem man sich lange Zeit nicht gesehen hat. Diese schon alltägliche Geste gibt allen Menschen ein behagliches Gefühl, ein Gefühl von Vertrautheit und Glück. Doch wirkt sie auch Wunder für die Gesundheit und unser Wohlbefinden. Hier finden Sie viele gute Gründe, warum wir uns öfter umarmen sollten.

Glücklich und gesund durch das Kuschel-Hormon

Nehmen wir uns in die Arme wird das Hormon Oxytocin freigesetzt, welches für unser behaglich warmes Gefühl im Bauch verantwortlich ist. Dabei fördert es auch Gefühle wie Hingabe, Vertrauen und Bindung, was der biologische Grundstein für Beziehungen mit anderen Menschen ist. Weiterhin kann dieses Hormon, auch als Kuschel-Hormon bekannt, ebenso die körperliche Gesundheit fördern. Berührt uns jemand, werden Druckrezeptoren in unserer Haut aktiviert, welche bestimmte Signale an unser Gehirn weiterleiten und zur Senkung des Blutdrucks führen können. Ebenso sollen Berührungen das Immunsystem stärken und Depressionen sowie chronische Schmerzen lindern.
Dabei muss das Gegenüber nicht unbedingt eine physische Gestalt haben, um uns zu beruhigen – schon ein Gegenstand wie beispielsweise ein Teddybär oder ein mit besonderen Erinnerungen verbundenes Kleidungsstück reichen aus. Dies entdeckte eine Studie über Ängste und stellte weiterhin fest, dass neben Gegenständen auch flüchtige zwischenmenschliche Kontakte helfen, um existenzielle Ängste von Menschen zu lindern.

Umarmungen gegen Einsamkeit und Stress

Sind wir ehrlich: Je älter wir werden, desto gebrechlicher fühlen wir uns und mitunter auch manchmal allein. Dabei reichen Umarmungen und andere körperliche Kontakte aus, um uns einer Person näher zu fühlen und weniger einsam zu sein. Forscher der Ohio State University konnten diesbezüglich herausfinden, dass Einsamkeit, insbesondere im Alter, zu einem erhöhten Stress-Level führen kann und einen negativen Einfluss auf die Gesundheit hat. Wenn Sie sich also gestresst fühlen, umarmen Sie jemanden! Das führt dazu, dass das körpereigene Stress-Hormon Cortisol gesenkt wird, wodurch Anspannungen gelöst werden und man sich nach und nach beruhigt. Pflegt man diese körperliche Zuneigung übrigens schon von Geburt an, ist man im Erwachsenenalter sogar weniger stressanfällig und weiß besser mit Stress umzugehen. Dies fand eine Studie der Emory University heraus und weist neben einer Verbindung zwischen Berührung und Stressreduktion auf eine ausgewogene Kombination aus Umwelt und Pflege hin.

Berührung als nonverbale Kommunikation

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte – so heißt es doch. Aber auch Berührungen können in vielen Situationen bedeutungsvoller sein als Worte. Ein fester Händedruck als wahrhaftige Anerkennung, ein Schulterklopfen als Zeichen von Stolz oder aber eben eine Umarmung, als Ausdruck von Freundschaft, tiefer Verbundenheit und auch Liebe.
Gerade in den kommenden Monaten der Herbst- und Winterzeit, in denen es draußen trist und kühl wird und man sich mehr und mehr in die eigenen vier Wände zurückzieht, verlangt der Körper fast schon nach Wärme und gemeinsamen Momenten mit der Familie und den Freunden. Da kann es mitunter helfen jeden Bekannten, dem man begegnet, erst ein mal ganz fest zu umarmen – so entgehen Sie auf jeden Fall dem Winterblues mit einfachen Mitteln und tun auch ihrem Gegenüber etwas Gutes – in physischer und psychischer Hinsicht!

Also scheuen Sie sich nicht, denn:  One hug a day, keeps the doctor away!